Gedichte zu den verschiedenen Jahreszeiten |
Gedichte zum Frühling |
Er ist's
Frühling läßt sein blaues Band |
Frühlingsglaube
Die linden Lüfte sind erwacht, |
Gedichte zum Sommer |
Es war, als hätte der Himmel...
Es war, als hätte der Himmel |
Sooft die Sonne aufersteht...Sooft die Sonne aufersteht, erneuet sich mein Hoffen und bleibet, bis sie untergeht, wie eine Blume offen. Dann schlummert es ermattet im dunklen Schatten ein, doch eilig wacht es wieder auf mit ihrem ersten Schein. Gottfried Keller |
Gedichte zum Herbst |
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HerbsttagHerr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß, Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. Rainer Maria Rilke |
Verklärter HerbstGewaltig endet so das Jahr Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten. Rund schweigen Wälder wunderbar Und sind des Einsamen Gefährten. Da sagt der Landmann: Es ist gut. Ihr Abendglocken lang und leise Gebt noch zum Ende frohen Mut. Ein Vogelzug grüßt auf der Reise. Es ist der Liebe milde Zeit. Im Kahn den blauen Fluß hinunter Wie schön sich Bild an Bildchen reiht - Das geht in Ruh und Schweigen unter. Georg Trakl |
Gedichte zum Winter |
Nebel hat den Wald verschlungen...Nebel hat den Wald verschlungen, der dein stillstes Glück gesehen; ganz in Duft und Dämmerungen will die schöne Welt vergehen. Nur noch einmal bricht die Sonne unaufhaltsam durch den Duft, und ein Strahl der alten Wonne rieselt über Tal und Kluft. Und es leuchten Wald und Heide, daß man sicher glauben mag: Hinter allem Winterleide liegt ein ferner Frühlingstag. Theodor Storm |
Ein WinterabendWenn der Schnee ans Fenster fällt, Lang die Abendglocke läutet, Vielen ist der Tisch bereitet Und das Haus ist wohlbestellt. Mancher auf der Wanderschaft Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden. Golden blüht der Baum der Gnaden Aus der Erde kühlem Saft. Wanderer tritt still herein; Schmerz versteinerte die Schwelle. Da erglänzt in reiner Helle Auf dem Tische Brot und Wein. Georg Trakl |